Maja-Papaya


Steckbrief

Geboren: 12. Juli 2006

Bei uns seit: Mai 2024

Geschlecht: weiblich

Patenstatus: OFFEN - sucht noch Paten!


Die traurige Geschichte einer fast 18-jährigen Kuh

Wir von MUHrielle bekommen nun fast täglich Anfragen von den verschiedensten Menschen, ob wir zum Beispiel deren Lieblingskuh aus einer Anlage oder den von Hand aufgezogenen Kuschelbullen retten können. Und was noch viel wichtiger ist, ob wir diesen dann bei uns im Tierparadies MUHrielle aufnehmen können. Leider sind auch unsere Gnadenplätze begrenzt und wir sind eigentlich voll. Dennoch versuchen wir alles, um zu helfen und stehen auch mit anderen Gnadenhöfen in Kontakt, um zu schauen, wo diese Tiere ein Leben in Freiheit genießen könnten. So kam es dann auch am 9. April diesen Jahres. Nicht von außerhalb, sondern aus den "eigenen Reihen". Plötzlich tauchte diese Anfrage in unserer WhatsApp-Gruppe auf. 

Aufnahmeanfrage:
Hallo ihr lieben Muhrieller,
Ich bin Maja, bald 18 Jahre alt, ein Schweizer Braunvieh und habe in meinem Leben schon ganzen 12 Kälbern das Leben geschenkt, um die ich mich mit aller Liebe gekümmert habe. In den letzten 5 Jahren ist es sehr still um mich geworden. Mein Lieblingsmensch hat nämlich beschlossen, dass ich nun keine Kälber mehr bekommen soll, da ich schon so "alt" wäre und meine Knochen und mein Kreislauf das nicht mehr mitmachen würden. Wenn der wüsste, wie schnell ich noch flitzen kann, vor allem wenn es auf die grüne Wiese raus geht, so wie jedes Jahr. Leider gehöre ich meinem Lieblingsmensch nicht. Er streichelt mich zwar, umarmt mich und schenkt mir so viel Liebe, aber ich bin leider ein kleines Zahnrad im Mutterkuhsystem. So sagte es zumindest die Frau, die immer bei meinem Lieblingsmensch ist. Sie ist auch ganz okay, aber ihn lieb ich wirklich sehr. Naja, auf jeden Fall haben sich mein Besitzer und mein Lieblingsmensch ganz schön in der Wolle gehabt. Er meinte, ich müsse auf den Schlachthof, da ich ja keinen Nutzen mehr hätte ohne Kalb. Keine Ahnung was das ist, aber so wie mein Lieblingsmensch reagiert hat, scheint dieser Ort kein guter zu sein. Nun sucht die Frau von meinem Lieblingsmenschen einen Ort, wo ich auch ohne Nutzen meine Tage verbringen darf. Sie meinte, ich könnte zu Carlo ziehen. Den kenn ich ja schon seit er ganz klein war. Meint ihr, ich habe dieses Glück verdient?
Liebe Grüße
Maja

Linda, Zieh-Mama von unserem Riesen Carlo, hatte einfach den Versuch gewagt, obwohl sie ja die Platzsituation bei MUHrielle kennt, einen Lebensplatz für die Kuh ihres Freundes zu erfragen. Bei solchen, wirklich sehr emotionalen Anfragen, kann man doch nicht nein sagen! Also sagten wir ihr erst einmal zu, mit der Bedingung, dass die Patenschaften und die Übereignung von Maja zu klären wären. Linda war erst einmal erleichtert und so verging nun wieder ein Monat, denn Maja hatte ja nichts zu befürchten. VORERST. Sie diente nun noch als Landschaftspfleger und bis zum Winter, wo sie in den Stall ziehen musste, hatte sie ja noch Zeit die Patenschaften zusammen zu bekommen. Doch leider ist das Schicksal manchmal dein schlimmster Feind und so kam es am 23. Mai zu einem Ausbruch der kleinen Landschaftspfleger-Herde. Es wurde über mehrere Stunden versucht alle einzufangen. Alle Beteiligten waren am Ende ihrer Kräfte und Unzufriedenheit machte sich bei Majas Besitzer breit. So beschloss er, alle aus der Landschaftspfleger-Herde so schnell wie möglich zum Schlachten zu schaffen. Jetzt war es höchste Eisenbahn. Leider hatte Linda das Patenschaften-Sammeln auf später vertagt, da ja eigentlich noch so viel Zeit war. Linda rief Conny an und erzählte von dem Vorfall. Es musste schnell gehandelt werden. Conny gab Linda eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand, damit Maja so schnell wie möglich übereignet werden kann und nicht "noch schnell zum Schlachten" gehen musste! Gesagt, getan! Maja wurde in ihre Freiheit überschrieben. Die Abkaufsumme übernahm Linda und ihr Freund, Ehrensache. Und so konnte Maja am Sonntag, den 26. Mai in unser Tierparadies MUHrielle ziehen. Leider sucht Maja, die nun aus patenverwaltungstechnischen Gründen Maja-Papaya (eine Maja gibt es hier ja schon) heißt, noch viele liebe Paten, die auch gerne wollen, dass Maja-Papaya nach so vielen Jahren der Mutterkuhhaltung eine Rente im Paradies verdient hat. Eure Patenschaft könnt ihr ganz einfach und bequem über unser Patenschaftsformular erklären.

Euer Tierparadies-MUHrielle-Team