Oktober


Steckbrief

Geboren: 

Bei uns seit: 2025

Geschlecht: 

Patenstatus: teilabgesichert đź’›


3 Mädchen sollten sich verbinden

 1 Jahr gehofft und gebangt.. 

Sie hat nie aufgegeben – auch dann nicht, als alles dĂĽster und aussichtslos schien. Ein Jahr voller Sorge und Hoffnung, voller Freude und Verzweiflung. Momente, in denen jeder Glaube verloren schien – und doch war da immer wieder dieser kleine Funke, der alles neu entfachte. 

Das kleine Mädchen wurde im kalten November geboren. Delia sah sie. Sie sah, dass dieses Kalb krank war. Tagelang machte sie sich Sorgen. November hatte keinen Schutz vor der Witterung. Delia stand hilflos daneben, wusste nicht, wie sie helfen kann – oder ob sie ĂĽberhaupt helfen darf. Und doch schaffte November es. Delia fĂĽhlte sich mit ihr verbunden. Sie sah sie spielen, gemeinsam mit ihrer Freundin Oktober, sah Kinderzeit, wo sonst oft keine ist. 

Delia wollte November aus der "Nutztierhaltung" herausholen. Doch die Zeit lief davon, und plötzlich waren November und Oktober verkauft – an einen Viehhändler. Die Besitzerin gab Delia die Nummer mit seiner RĂĽcksprache. Der Händler versprach Hilfe, wollte beim RĂĽckkauf unterstĂĽtzen, doch er hielt Delia – und später auch uns – immer wieder hin. Das ahnten wir damals noch nicht. Monate vergingen. 

Dann kam der entscheidende Hinweis. Wir fanden die beiden wieder – in einer Masthaltung in Bayern. Wir nahmen Kontakt zu den neuen Besitzern auf und erzählten ihnen von Delia, von ihrer Verbundenheit zu November und Oktober, von der langen Suche. Sie wussten nichts davon. Und sie entschieden sich als Familie, zu helfen – obwohl es fĂĽr sie mit Aufwand und Umstellungen verbunden war. 

Delia nahm ihr Erspartes fĂĽr die Rente und den Rest bekam sie durch Spenden von lieben Menschen. 

Hier bei uns fanden sich ein Vater (natĂĽrlich mit Sachkundenachweis) und ein Sohn, die bereit waren, die lange Fahrt nach Bayern auf sich zu nehmen – mit unserem Anhänger. Die Familie in Bayern bereitete tagelang alles vor. Aus ĂĽber 70 Tieren mussten Oktober und November so herausgeholt werden, dass sie ruhig auf den Anhänger gehen konnten – ohne Stress, ohne Verletzungen. Dinge, die sie leider schon erlebt hatten und unbedingt verhindern wollten. 

Dann kam der Abholtag. Wir hielten hier regelrecht die Luft an. Delia war voller Aufregung – sie erzählt Euch später im Video selbst davon. WĂĽrde diese lange Rettungsaktion wirklich gut ausgehen? Und dann erschien der Transport. Wir konnten es kaum fassen. Da waren sie: Oktober und November. ZurĂĽckgeholt aus der Mast in Bayern – wo sie im Januar zur Schlachtung gefahren worden wären. So etwas passiert, wenn Menschen sich berĂĽhren lassen, wenn alle an einem Strang ziehen. Wir sind der Familie aus Bayern unendlich dankbar. Sie hätten diese beiden Tiere nicht gehen lassen mĂĽssen. Sie taten es aus GĂĽte – nicht wegen des Geldes. 

Oktober und November zogen noch am selben Tag in unsere Kuschel-Herde bei Dresden ein. Zuerst durften sie ganz ruhig im Weidezelt ankommen, beobachtet von neugierigen Blicken. November brachte so viel Energie mit, dass sie die zarte Oktober erst einmal herum schubste. November ist eine starke Persönlichkeit, die ganz vorne mit dabei sein will, während Oktober die leise Blume ist, die Dich mit groĂźen, sanften Augen anschaut. Einen Tag später kam klein Lilly. Ihre Freunde waren bereits verkauft worden, nun musste auch sie Abschied von ihrer Mama nehmen – wie so viele vor ihr. Wir kannten Lilly seit Monaten, lange war nicht klar, ob wir sie ĂĽbernehmen können. Im letzten Moment gelang es – doch nun brauchen wir dringend Patenschaften. Lilly ist noch ein groĂźes Baby. Sie sucht Nähe, auch zum Menschen. Sie genieĂźt jede Streicheleinheit und schaut Dich so lange an, bis Du Dich selbst in ihr wiederfindest. 

Lilly ist etwas ganz Besonderes und gleichzeitig steht sie fĂĽr all die anderen, die es nicht geschafft haben. Wäre sie eine Katze oder ein Hund, hätte man ihr Wesen sofort erkannt. Als Jungrind gesehen zu werden, ist fast aussichtslos. Ein Lebenstier zu werden, braucht viel Muht und Courage – und einen Menschen, der sich genau fĂĽr dieses eine Leben einsetzt. 

Am nächsten Tag lieĂźen wir Oktober, November und Lilly gemeinsam in die Kuschel-Herde. Es wurde spannend. Und dann geschah etwas Wunderschönes: Die Kuschel-Herde nahm die drei auf – wie ein Bienenschwarm, der sie ĂĽber die groĂźe Weide trug. 

 Die Kuschel-Herde, angefĂĽhrt von Cooper, besteht nun aus 28 Tieren. Sie lebt bei Dresden –mit groĂźen Weidezelten, Bach, Bäumen und dicken Strohmatten. 

Ein paar Tage später tat Lilly das Heimweh nicht mehr ganz so weh. Jetzt ist sie das kleine KĂĽken der Herde. Mirinda und Energy kĂĽmmern sich besonders liebevoll um sie. 

 Wenn Ihr Lilly, Oktober oder November mit einer Patenschaft unterstĂĽtzt, helft Ihr mit, dieses sichere und glĂĽckliche Leben fĂĽr sie dauerhaft abzusichern. 



Oktober dankt seinen aktuellen Paten:

  • Cornelia Bachtobji
  • Martin
  • Delia